Malmö die Stadt der Zukunft
Die Arbeitslosigkeit ist extrem hoch, viele Bewohner sind auf der Suche nach Jobs und es gibt viele soziale Probleme, die das einst so beschauliche Bild der Stadt verändert haben. Dennoch ist und bleibt Malmö sehenswert. Für viele Touristen ist es der erste Punkt, an dem sie Schweden betreten. Es wäre schade, einfach nur daran vorbeizufahren, ohne die Gelegenheit zu nutzen, sich ein wenig genauer umzusehen. Vor allem der mittelalterliche Stadtkern lohnt einen Besuch, aber auch in der Gegenwart entstanden zahlreiche interessante Baudenkmäler.
SEHENSWÜRDIGKEITEN
In der Altstadt Malmös sind noch viele Fachwerkhäuser erhalten, bekannt vor allem ist der Lilla Torg (kleiner Markt), der 1591 entstand.
Nicht weit liegt das 1546 unter dem Bürgermeister Jörgen Kock errichtete und immer wieder umgestaltete Rathaus. Auf dem Marktplatz befindet sich eine Reiterstatue König Karl X. Gustav. In der Nähe des Rathauses liegt die gotische St. Petri Kyrka.
Malmöhus ist ein altes Schloss und einziger Überrest der ehemaligen Befestigung. Als dänisches Kastell war es im 16. Jahrhundert von strategischer Bedeutung. Danach wurde es eine schwedische Festung gegen Dänemark. Zwischen 1828 und 1914 als Zuchthaus benutzt, befindet sich dort heute das Stadtmuseum mit einer Ausstellung zur Stadtgeschichte von der frühen Steinzeit bis heute, einer botanischen Fachausstellung mit Aquarium und Terrarium (u. a. Fledermäuse) sowie wechselnde Kunstausstellungen. Malmöhus ist von einer sehenswerten Parkanlage umgeben, in dem mit der Schlossmühle eine Holländerwindmühle aus dem Jahre 1851 steht.
Bei einem Besuch des Parks wird vermutlich jeder Gartenbesitzer ins Schwärmen kommen: Wo wäre der Platz für die Rosen? Wohin passt das Gartenmöbel Set? Glücklicherweise ist der ausgedehnte Park für die Öffentlichkeit geöffnet, denn es wäre schade, wenn einem diese grüne Oase bei einem Besuch entgehen würde. Hier findet man nicht nur Erholung, sondern man hat auch Gelegenheit zu einer lohnenswerten Begegnung mit der Geschichte der Stadt.
Nahebei befindet sich das Seefahrt- und Technikmuseum mit einem begehbaren U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Öresundausstellung (Öresundutställning) gehört zu den neuen Glanzpunkten der Stadt.
Im Hafen von Malmö befindet sich ein Koggenmuseum, das im Sommer regelmäßige Fahrten mit dem Nachbau einer mittelalterlichen Kogge im Hafen von Malmö durchführt. Das Museum wurde von den Mitarbeitern des Museums Foteviken geplant und erbaut. Dieses „belebte“ Freilichtmuseum liegt etwa 20 km südlich von Malmö in Höllviken und bietet seinen Besuchern einen aussergewöhnlichen Einblick in die Wikingerzeit.
Bis zu seiner Demontage im Jahr 2002 war der Kockumskran, der Kran der Kockums-Werft, ein Wahrzeichen der Stadt.
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| In Malmö wurde 2001 die
ökologische Bauausstellung Bo01 auf dem Gebiet des Westhafens,
einem ehemaligen Industriegebiet (u. a. Kockums-Werft)
durchgeführt. Dort begann orientiert an Nachhaltigkeitskriterien
der Neubau des Stadtviertels Västra Hamnen. Im August 2005 wurde
dort mit dem „Turning Torso“ ein neues Kennzeichen der
aufstrebenden Stadt eingeweiht – mit 190 Metern Höhe das höchste
Gebäude in Skandinavien. Seine Besonderheit ist die sich um 90°
Grad zur Spitze hin drehende Fassade. Mit dem Ankar Park (auch
Kanalpark), dem Dania Park und der Sundspromenade wurden
ambitionierte Freiräume geschaffen. Eine Besonderheit ist auch
das kleine Gewächshaus Glasbubbla am Scaniaplatz.
Von Malmö aus lohnen sich Ausflüge zu den Schlössern Svaneholm und Torup. |
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KULTUR
Seit 1984 findet jedes
Jahr im August das Malmöfestival statt. Das Hauptaugenmerk
der Aktivitäten liegt auf internationaler Küche und
musikalischen Darbietungen, die auf verschiedenen
Freilichtbühnen stattfinden.
Das Musiktheater der
Stadt Malmö "Opera och Musikteater" ist Skandinaviens
grösstes Opernhaus. Es wurde vom Architekten Sigurd
Lewerentz entworfen und 1944 eingeweiht.
Das Restaurant
Kungsparken wurde 2001 zum Casino umgebaut. Malmö erhielt
dadurch eines der vier staatlich geleiteten Casinos in
Schweden. Im Vergnügungszentrum Slagthuset befindet sich
Malmös grösster Nachtclub sowie ein Hotel, mehrere Büro-,
Messe- und Konferenzräume und Theaterbühnen. Im
Vergnügungspark Folkets Park steht Skandinaviens größtes
Riesenrad, mit 45m Höhe. Weiterhin gibt es hier Tanzlokale,
Restaurants, ein Reptilienzentrum, Minigolfbahnen und
weiteres. Die Stadt kann ausserdem Skandinaviens grösstes
Hallenbad aufweisen
WIRTSCHAFT
Historisch waren der
Schiffbau und seine Zulieferer das wirtschaftliche Standbein
Malmös, insbesondere die Werft Kockums. Als Folge der
Werftenkrise der 1970er Jahre, die sich bis in die 1990er
Jahre hinzog, stieg die Arbeitslosenquote stark an. 1995
hatte Malmö die höchste Arbeitslosenquote in Schweden.
Die wirtschaftliche
Wiederbelebung der Stadt ist nicht zuletzt auch durch den
Bau der Öresundbrücke (Fertigstellung 2000) bedingt, der die
Möglichkeiten, als Einwohner Malmös in Kopenhagen zu
arbeiten, deutlich verbessert hat. Auch die durch die Brücke
verbesserte Transportinfrastruktur kam der heimischen
Wirtschaft zugute. Dennoch ist die Arbeitslosenquote in
Malmö noch immer höher als in Stockholm oder Göteborg. Malmö
ist aber auch als Einkaufsstadt bekannt.
VERKEHR
Südlich von Malmö
befindet sich die
Öresundbrücke, eine kombinierte Eisenbahn- und
Strassenbrücke über den Öresund. Malmö ist das wichtigste
Verkehrszentrum in Südschweden mit grossem Bahnhof, von dem
Züge nach
Stockholm, über
Göteborg nach Norwegen, nach Kopenhagen, nach Hamburg
(über die Vogelfluglinie), nach Berlin (über die
Königslinie) und in die Umgebung abfahren. Etwa 20 km
östlich von Malmö befindet sich der Malmö Airport, dieser
wird jedoch vom nahegelegenen Flughafen Kastrup in
Kopenhagen dominiert. Malmö ist ein wichtiger Seehafen mit
festen Verbindungen nach Lübeck-Travemünde und Rostock. Bis
kurz nach der Eröffnung der
Öresundbrücke im Jahr 2000 war hier die wichtigste
Fährverbindung zwischen Limhamn (Stadtteil von Malmö) und
Dragør auf der anderen Seite des Öresunds.
2005 wurde mit dem Bau
des Citytunnels begonnen, der 2011 fertig gestellt sein
soll. Mit dem Eisenbahntunnel wird Malmös Hauptbahnhof von
einem Kopfbahnhof zu einem Durchfahrtsbahnhof umgestaltet.
Der innerstädtische
Personennahverkehr wird mit Bussen abgewickelt, nachdem der
Strassenbahnverkehr 1973 eingestellt wurde. Eine
Museumsstrassenbahn verkehrt ab dem Museum für Technik zum
Park von Malmöhus.
Der berühmteste Sohn
Malmös ist der schwedische Fussballer und Milan-Stürmer
Zlatan Ibrahimovic.



