Freilebende Bären in Schweden

Anzahl Bären in Schweden:    ca. 2'000 Stück

Konzentriert auf drei Gebiete. In Dalarna/Härjedalen, zwischen nord Jämtland und süd Lappland sowie im Gebiet von Norrbottens län. Vereinzelt auch in anderen Landesteilen.

Bären bewegen sich in einem grossen Gebiet. Beim Weibchen sind es ca. 500 km2 und beim Männchen 1'500 km2. Speziell Männchen bewegen sich in kurzer Zeit sehr weit. Ein Bär legte einmal in 9 Tagen 250 Kilometer zurück.

Fressen:    Nüsse, Gras, Beeren (hauptsächlich Blaubeeren) und grüne Zweige. Ameisen, Elch und Rentiere. (hauptsächlich im Frühjahr, wenn die Vegetation noch nicht sehr fortgeschritten ist.

Fortpflanzung: Brunst ist im Mai / Juni. Geboren werden 2 - 3 Jungbären in der Winterzeit.

Junge: Bärinnen Gebähren im Abstand von zwei bis drei Jahren. Das Gewicht beträgt bei der Geburt zwischen 300 - 600g. Die Jungbären können Gefleckt sein oder sie haben einen hellen Halskragen.

Winterschlaf: Zwischen November/Dezember bis April/Mai. In einem ausgegrabenen Ameisehaufen, einer selbstgegrabenen Höhle oder in einer Naturhöhle, ausgestattet mit Ästen und Moos. Aus der Höhle ausgestossene Bären lassen sich einfach einschneien. Die Körperfunktionen sind sehr stark reduziert. Das Herz schlägt langsamer und die Körpertemperatur ist reduziert.

Spur: Der Bär ist ein Fersenläufer. Mit fünf Zehen und lange Krallen an jedem Fuss. Die Fussabdrücke sind immer deutlich sichtbar im Boden.

Bärenspur

Vorne      Hinten

Vorderfüsse: Kurzer und breiter Abdruck 16 cm breit. Kein Fersenabdruck sichtbar.

Hinterfüsse: Ganzer Fussabdruck 26 cm lang.

Kratzspuren: Kratzspuren findet man an Bäumen und Sträuchern. Dies entweder wegen dem hinauf und hinunter Klettern oder infolge von wetzen der Krallen.

Respektiere ein Bär der frisst! Trifft man einen Bären beim fressen, störe ihn nicht, entferne dich und versuche nicht ihn zu fotografieren oder zu beobachten. Der Bär könnte aggressiv werden, wenn er sich gestört fühlt.

Hinterlasse keine Abfälle in freier Wildbahn!

Wie gefährlich sind Bären: Als Kind hat man Teddybären zum spielen und in vielen Märchen und Lieder wird der Bär als ein freundliches Tier gegenüber den Menschen dargestellt. Trotzdem sollte man den nötigen Respekt aufbringen, jedoch keine Angst. Der letzte Todesfall eines Menschen (Jäger) durch den Bären in Schweden ereignete sich im Oktober 2004, der zweitletzte geht zurück ins Jahr 1902, als ein angeschossener Bär den verfolgenden Jäger angriff und diesen tödlich verletzte. Negative Vorfälle ereigneten sich mehrheitlich in Zusammenhang mit der Jagd!

Bärenlaut: Manche Leute sagen, dass sich Bären bei nahender Gefahr pfeifend warnen! Bei der Begegnung mit den Menschen oder anderer Gefahr wird die eingeatmete Luft durch die Nasenlöcher ausgeschnaubt und neue Luft eingezogen. Dies um den Geruchsinn besser ausnützen zu können. Wird dies über längere Zeit getan hört es sich an, als würde der Bär pfeifen.

 

Was kann man tun um zu verhindern einen Bären zu treffen!

Bären sind von Natur aus vorsichtige Tiere. Dies gilt speziell mit dem Menschen, denn wir sind die einzigen Feinde der Bären. Sie haben ein sehr gutes Gehör und einen sehr guten Geruchsinn. Wenn Bären Dich hören oder riechen, versuchen sie Dir auszuweichen. Darum ist es von Vorteil wenn man so laut als möglich ist, wenn man sich im Wald bewegt. Sprecht miteinander wenn Ihr mehrere seid. In Kanada, in Gebieten mit viel Bären werden Glocken am Rucksack befestigt damit die Bären auf einem aufmerksam werden und sich entfernen. Dies hat sich sehr gut bewährt.  

  Was ist zu tun solltest Du trotzdem einem Bären begegnen?

Elche in Schweden

Wölfe in Schweden

 

 

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updated 02. April 2010